„Umoja“ heißt „Einheit“

Das Dorf „Umoja“ im Herzen des Samburu-Gebietes in Kenia wurde 1990 von Rebecca Lolosoli als reines Frauendorf gegründet und bietet seinen Bewohnerinnen und ihren Kindern bis heute Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Zugleich leisten die Frauen von Umoja mit ihren wegweisenden Projekten einen maßgeblichen Beitrag zur Entwickung der gesamten Region. Dabei werden sie vom Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V. unterstützt.
Informieren Sie sich gern per Klick auf ein Foto über die Kernbereiche unserer gemeinsamen Aktivitäten:

5 Jahre Freundeskreis Umoja – 5 Jahre Deutsch-Kenianische Frauenpower

Heute vor 5 Jahren wurde der Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V. gegründet. Wir blicken mit Stolz auf diese erste Zeit unserer Vereinsgeschichte zurück. Am Gründungstag konnten wir kaum ermessen, wie viel wir für die Frauen und Kinder in Umoja bewirken können. Doch mit der Zeit erkannten wir, dass aus einer zarten Pflanze Hoffnung mit Zuversicht und Tatkraft ein Baum heranwachsen kann, der heute viele Früchte trägt.

Wir laden Sie ein zu einer Zeitreise durch die vergangenen fünf Jahre, die wir in der nachstehenden Festschrift nachzeichnen. Sie als unsere Unterstützenden haben uns maßgeblich begleitet. Ohne Ihre Hilfe hätten wir nicht so viel erreicht. Hierfür sagen wir:
„Asante Sana! Herzlichen Dank!“

Festschrift 5 Jahre FKU

Ihr Vorstandsteam
Ise Stockums, Waltraud Sarna und Andrea Heinrich

Hilfe gegen Hunger – Die Pandemie in Umoja

Heute erhalten Sie unseren aktuellen Newsletter.

Neben der Freude über unseren 5. Geburtstag berichten wir auch diesmal wieder über die aktuelle Situation im Umoja. Die Renovierungsarbeiten nach der Flut im Dezember 2019 konnten abgeschlossen werden und wir dokumentieren die Verwendung Ihrer Spendengelder.

Newsletter 2020-2

Die aktuelle Lage wird jedoch vorrangig von der Corona-Pandemie geprägt. Das Einkommen der Frauen aus dem Tourismus ist gänzlich eingebrochen. Da es in Kenia keine Kranken- und Arbeitslosenversicherung gibt, sind die Menschen völlig mittellos und die Gefahr des Verhungerns steigt. Daher steht derzeit die Versorgung des Frauendorfes mit Lebensmitteln im Vordergrund.

Um die ärgste Not in „unserem“ Frauendorf in Umoja zu lindern, benötigen wir weiterhin Spenden für Lebensmittel in den kommenden Monaten August, September und Oktober. Umgerechnet kostet die Verpflegung in Umoja pro Person/Tag nur 0,53 €!

Eine 4-köpfige Familie kann mit monatlich 64 € oder 192 € für 3 Monate überleben.

Wir sind aber auch für jede kleinere Spende dankbar, mit denen wir die Ernährungssituation der Frauen und Kinder von Umoja und der Familien der dortigen Schulkinder verbessern können. Unser Konto finden Sie hier:

Bitte geben Sie auf dem Überweisungsträger Ihre vollständige Adresse an, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zusenden können.

Für Ihre großzügige Unterstützung bedanken wir uns auch im Namen der Frauen und Kinder in Umoja von Herzen.

Fünf atemberaubende Jahre

In wenigen Tagen, am 3. Juli 2020, wird unser Freundeskreis 5 Jahre alt und wir dürfen auf eine aufregende und erfolgreiche Zeit zurückblicken.

Passend für einen Verein, der ein Frauendorf in Afrika unterstützt, war der 3. Juli 2015 mit 38,3 °C in Grevenbroich einer der heißesten Tage des Jahres. Damals ahnten wir noch nicht, welch heiße Phasen bezüglich der Vereinsarbeit auf uns warten würden.

Für die Vorstandsmitglieder war es eine Herausforderung, da wir sozusagen Neulinge hinsichtlich der gemeinnützigen Vereinsarbeit waren. Aber eins schweißte uns zusammen: der absolute Wille, diesen Verein zu einer vorbildlichen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Frauendorf Umoja in Kenia zu führen.

In den vergangenen 5 Jahren konnte die Basis gelegt werden für folgende fünf Schwerpunkt-Bereiche:
• Bildung und Ausbildung,
• Frauen- und Menschenrechte,
• Wasserversorgung/Elektrifizierung,
• Gesundheit und Hygiene,
• Einkommensverbesserungen,
wobei die dorfeigene Grundschule das Herzstück unserer Aktivitäten ist.

Auch als kleiner Verein fühlen wir uns den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der UN-Agenda 2030 verpflichtet und richten unsere Projekte danach aus.

In einer kleinen Festschrift lassen wir die vergangenen Jahre Revue passieren. Sie finden diese ab dem 03. Juli auf unserer Homepage unter dem Titel „5 Jahre Freundeskreis – 5 Jahre Deutsch-Kenianische Frauenpower“.

Auch im Frauendorf Umoja begann 2015 eine Zeitenwende. Dies spiegelt sich in den Glückwünschen zu unserem Vereinsjubiläum, die Sie unten auf deutsch und englisch aufrufen können.

All unsere Bemühungen wären ins Leere gelaufen, wenn wir nicht durch Ihre treue und vertrauensvolle Unterstützung die jeweils erforderlichen Spenden für unsere Projekte erhalten hätten.
Daher gilt unser herzlicher Dank allen Mitgliedern, UnterstützerInnen, SpenderInnen sowie unseren Paten und Patinnen. Gemeinsam sind wir stark!

Sehr gerne hätten wir am 4. Juli 2020 unsere diesjährige Mitgliederversammlung abgehalten und im Anschluss daran den 5. Geburtstag unseres Vereins gefeiert. Leider hat die Corona-Pandemie diese Pläne zunichte gemacht. Nun hoffen wir, im Herbst unsere Mitgliederversammlung abhalten zu können und werden Sie rechtzeitig informieren.

Ihre
Ise Stockums, Waltraud Sarna und Andrea Heinrich

UUWG Geburtstagswünsche Deutsch

UUWG Geburtstagswünsche Englisch

Abschlussbericht Fluthilfe

Am 4. Mai 2020 erhielten wir den Abschlussbericht über die Verwendung der Spenden, die wir zur Beseitigung der Schäden aus der Überflutung vom 10.12.2019 bereitgestellt hatten. Wie angekündigt, wurden die Hütten der Frauen im Dorf und die Bandas im Camp renoviert. Bei den Bandas sind künftig die Regipsplatten und der Eingangsbereich durch Vordächer vor Starkregen geschützt.

Insbesondere die Regulierung des kleinen Baches ist bemerkenswert. Während der Regenzeit schwillt dieser Bach bedrohlich an und führte schon mehrfach zu Überflutungen der Wohnhütten. Hier wurde nun durch Steinwälle Abhilfe geschaffen.

Der Bericht zeigt, wie verantwortungsbewusst und sinnvoll die Maßnahmen durchgeführt wurden. Wieder ein gutes Beispiel für den effektiven und nachhaltigen Einsatz Ihrer Spendengelder. Wenn Schwachstellen in Umoja entdeckt werden, sucht man konsequent nach geeigneten Lösungen und setzt diese auch möglichst um.

Der komplette Bericht mit vielen Fotos steht hier zur Verfügung:

Abschlussbericht Fluthilfe Dez 2019

Dankesgrüße aus Umoja

Gemeinsam mit dem Tatort-Verein aus Köln unterstützen wir durch unterschiedliche Hilfsprojekte das Frauendorf Umoja und die dorfeigene Schule im Kampf gegen das Corona-Virus.
Gott sei Dank sind noch keine Corona-Erkrankungen in Umoja und in Archer`s Post gemeldet und so bleibt ausreichend Zeit, alle Vorbereitungen zu treffen. Nur mit den Abstandsregeln klappt das noch nicht so genau, aber das soll künftig trainiert werden, um auf der sicheren Seite zu sein.

Der Tatortverein unterstützt folgende Projekte:

    • Lebensmittelhilfe für ca. 30 absolut mittellose Familien, deren Kinder normalerweise die Schule in Umoja besuchen und dort Schulmahlzeiten erhalten würden.
    • Gehälter für 2 zusätzliche Wachleute, die Tag und Nacht die Schule und die Lebensmittel-voräte bewachen.
    • Gehälter für 2 Pflegemütter, die sich um Kinder kümmern, falls deren Eltern erkrankt sind.
    • Druck von speziellen Postern zur Aufklärung und mit Verhaltensregeln zur Vermeidung von Corona-Infektionen für Umoja und die umliegenden Dörfer.
    • Falls genug Spenden eingehen, kann eventuell als weitere Maßnahme auch der Bau von Quarantäne-Hütten (Lehmhütten in traditioneller Bauweise) etwas abseits vom Dorf finanziert werden.

Der Freundeskreis Umoja unterstützt folgende Projekte:

    • Versorgung von 38 Umoja-Frauen mit ihren Kindern durch Lebensmittel und Hygieneartikel.
    • Start einer Seifenproduktion für den Eigenbedarf und auch zum Verkauf auf regionaler Ebene als mögliche Einkommensquelle für die Umoja-Dorfgemeinschaft.

Erste Spendengelder sind bereits in Umoja eingetroffen und es konnten schon Waren eingekauft werden. Wir haben darüber in unserem Newsletter und auf unserer Homepage berichtet.

Wir und der Tatort-Verein werden in dieser Woche Spendengelder nach Umoja überweisen und haben das auch bereits angekündigt. Daraufhin erreichten uns Dankes-Videos aus Umoja, die wir hier zusammengefasst haben:

Gedanken und Danken

In dieser Zeit von COVID-19 gehen mir so einige Gedanken durch den Kopf, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte.
Unser Leben hat sich radikal verändert und manchmal hat man das Gefühl der Ohnmacht aufgrund der Restriktionen. Und eines wird immer klarer: die Einschränkungen und ihre Auswirkungen werden wir noch für lange Zeit haben – weltweit.

Ich sehe aber auch große Chancen diese Zeit zu nutzen, um Bilanz zu ziehen.

Können wir nach der Corona-Krise wieder zur Tagesordnung übergehen und so weitermachen wie bisher? Geht das noch: höher, weiter, schneller? Ungebremstes Wachstum und Konsumwahn nach dem Motto „Geiz ist geil“ zeigt nun mehr als deutlich, dass die alten Strukturen ausgedient haben.

Oder werden wir die Chance ergreifen und neue Wege gehen? Wir haben es jetzt alle selbst in der Hand, durch unsere täglichen Entscheidungen einen nachhaltigen Wandel herbeizuführen. Schon jetzt hat sich gezeigt, wie viel gute kreative Ideen es gibt, und es werden sicher noch viele weitere Verbesserungen und positive Veränderungen möglich sein.
Werden wir besonnene Politiker und Politikerinnen wählen, die kluge Entscheidungen zum Wohle aller treffen, und dabei ist die gesamte Menschheit gemeint. Werden wir solche Produkte kaufen, die nachhaltig und ohne Schaden für Menschen und Umwelt produziert werden? Auch wenn sie teurer sind als bisher? Begreifen wir, dass weniger mehr sein kann?
Wird es uns gelingen, im Einklang mit der Natur zu leben? Haben wir jetzt erfahren, was wirklich wichtig ist im Leben und fürs Überleben? Werden die Menschen und die Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen?
Werden wir trotz unserer derzeitigen Einschränkungen Empathie und Solidarität mit den Menschen im globalen Süden haben? Werden wir die Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssysteme global so ändern, dass es allen Geschöpfen auf der Welt besser geht? Können wir jetzt durch unser Verhalten die Weichen stellen für eine gerechte Welt?

Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden und es ist wichtig Dinge zu hinterfragen. Hilfreich ist dabei die Fragestellung „WEM NUTZT ES“, um weise Entscheidungen treffen zu können. Wenn eine Sache nicht dem Gemeinwohl aller Beteiligten dient, ist Gefahr im Verzug und höchste Vorsicht geboten.

Ich hoffe sehr, dass es weltweit ein neues, gerechteres Miteinander geben wird. Wir als kleiner Verein und all unsere Mitglieder, Patinnen und Paten, Unterstützer und Sponsoren sind schon jetzt dafür ein leuchtendes Beispiel. Es geht! Das ist gelebte Solidarität!
Danken möchte ich Ihnen deshalb für Ihre Herzensgüte und Spendenbereitschaft in dieser so turbulenten Zeit.

Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Lebensmittelversorgung für das Frauendorf Umoja für die nächsten 3 Monate zu sichern. Aber auch danach brauchen wir noch weiterhin Ihre Hilfe, damit wir den Frauen und Kindern in Umoja solidarisch zur Seite stehen können.

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen, auch im Namen aller Vorstandsmitglieder, eine produktive und inspirierende Zeit, stabile Gesundheit und Zuversicht.

Ihre Ise Stockums

Rebecca bittet um Lebensmittel für Umoja

Bedrohung durch Corona-Virus und Hungersnot

Bedingt durch die Restriktionen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben die Umoja-Frauen keine Einkommensmöglichkeiten mehr. Der Tourismus war vorher schon durch die Überflutungen und die Heuschreckenplage eingebrochen und kam nun im März total zum Erliegen.

Ende März stellte sich dann heraus, dass schon einige Familien abends hungrig ins Bett gingen, weil die Lebensmittel nicht ausreichten. Auch für die anderen Familien zeichneten sich die gleichen Probleme ab.

Derart alarmiert verschafften sich Rebecca und Tom Lolosoli einen Überblick über die Lage und stellten fest, dass die Lebensmittelvorräte bei allen zur Neige gingen und Hunger drohte. Sie bitten daher nun um Lebensmittel für das Frauendorf.

Gott sei Dank erreichte bereits eine Spende aus Bayern von 1.000,00 € Ende März die Frauengruppe.

In Eile wurden dafür Lebensmittel und Hygieneartikel beschafft und am 31. März 2020 an die Frauen verteilt. Die Waren wurden portioniert und jede Familie erhielt genug Lebensmittel für ein paar Tage, der Rest wurde eingelagert für die kommende Woche.

Die Verteilung erfolgte in 10er-Gruppen. In Kenia sind Gruppen bis zu 15 Personen derzeit noch erlaubt. Wir haben weitere Informationen bezüglich des Abstands von 2 m gegeben.
Um weitere Einkäufe zu ermöglichen, wurden am 7. April 2020 Spendengelder aus dem ersten Quartal 2020 überwiesen, die eine Versorgung für den Monat April sicherstellen.

Gleichzeitig baten wir Tom, uns eine Bedarfsliste für die folgenden 3 Monate (Mai bis Juli) zukommen zu lassen. Laut dieser Liste fallen Kosten in Höhe von 5.356,00 € an. Den ausführlichen bebilderten Bericht mit der detaillierten Bedarfsliste finden Sie hier:
Bedrohung durch Corona-Virus und Hungersnot

Im Frauendorf Umoja leben derzeit 38 Frauen mit ihren Kindern, wobei sich dort auch oft Kinder von Verwandten einfinden oder auch Waisenkinder mit versorgt werden.

Es ergeben sich folgende Kosten:
Mutter mit 2 Kindern: Monatlich 48 Euro, für drei Monate 145 Euro.
Mutter mit 3 Kindern: Monatlich 64 Euro, für drei Monate 192 Euro.

Wir halten die Bedarfsliste aus Umoja gemessen an der Anzahl der zu versorgenden Personen für sehr bescheiden.
Es sind nicht nur die Kosten für Lebensmittel berücksichtigt, sondern auch Hygiene-Artikel zum Schutz vor dem Corona-Virus. Jeder Haushalt soll unter anderem mit speziellen Wasserkanistern und desinfizierender Flüssigseife ausgestattet werden, wie auf dem Video zu sehen ist.

Sollte es Ihnen möglich sein, bitten wir Sie herzlich, sich bei Ihren Zuwendungen an dem Bedarf für eine 4-köpfige Familie auszurichten. Es ist aber auch jede andere Spende willkommen!

Dem Corona-Virus sind derzeit alle Menschen weltweit nahezu hilflos ausgeliefert, aber wir können durch solidarisches Handeln dafür sorgen, dass im Frauendorf Umoja kein Mensch verhungern muss. Danke für Ihr Mitgefühl und Ihre großherzigen Spenden!